Obwohl die Kanarischen Inseln politisch zu Spanien gehören, unterscheidet sich das tägliche Leben auf dem Archipel in vielen Punkten spürbar vom spanischen Festland (la Península). Wer den Schritt auf die Inseln wagt, erlebt eine faszinierende Mischung aus europäischer Zugehörigkeit, karibisch geprägtem Flair und zollrechtlichen Besonderheiten.
Kultur: Die Brücke nach Lateinamerika
Die kanarische Identität unterscheidet sich deutlich von der des Festlands. Historisch bedingt existieren enge Bande zu Lateinamerika – insbesondere zu Kuba.
Feste & Traditionen: Die lokalen Romerías (traditionelle Volksfeste zu Ehren der Schutzpatrone) und der weltberühmte Karneval von Santa Cruz de Tenerife sowie Las Palmas de Gran Canaria prägen das Jahr.
Gastronomie: Bodenständige, regionale Küche dominiert: Gofio (geröstetes Getreidemehl), Papas arrugadas con mojo (Schrumpelkartoffeln mit würziger Sauce), frischer Fisch und lokaler Käse stehen im Mittelpunkt.
Lifestyle: Der Rhythmus des ewigen Frühlings
Das Leben auf den Inseln unterscheidet sich vor allem durch das Klima und die damit verbundene Lebenseinstellung vom Festland.
Outdoor-Leben: Dank der ganzjährig milden Temperaturen spielt sich der Alltag weitgehend im Freien ab.
Tempo & Mentalität: Die Hektik großer Festlandmetropolen wie Madrid oder Barcelona weicht hier einer spürbaren Gelassenheit (tranquilidad). Das verlangt Neulingen bei Behördengängen oder Dienstleistungen manchmal etwas Geduld ab, sorgt aber für eine hohe Lebensqualität.
Sprache: Der karibische Klang des Spanischen
Das kanarische Spanisch klingt für viele Ohren eher wie das Spanisch der Karibik als das Castellano Nord- und Zentralspaniens.
Das kanarische Spanisch klingt für viele Ohren eher wie das Spanisch der Karibik als das Castellano Nord- und Zentralspaniens.
Begriff / Grammatik Kanarische Inseln Spanisches Festland Bus La guagua El autobús Kartoffel La papa La patata Anrede 2. Person Plural („Ihr“) Ustedes (immer) Vosotros Aussprache von „z“ und „ce/ci“ Seseo (wie weiches „s“) Ceceo (wie englisches „th“) Das Sonderzollgebiet: Steuerrecht und Einfuhrbestimmungen
Der in der Praxis entscheidendste Unterschied betrifft das Steuer- und Zollrecht. Die Kanarischen Inseln gehören zwar zum Zollgebiet der Europäischen Union, nicht jedoch zum EU-Mehrwertsteuergebiet.
IGIC statt IVA: Auf den Kanaren gilt nicht die spanische Mehrwertsteuer (21 %), sondern die kanarische Indirekte Allgemeinsteuer, deren Standard-Steuersatz bei nur 7 % liegt.
Zollanmeldung erforderlich: Ein Umzug vom spanischen Festland auf die Inseln wird zollrechtlich wie eine Aus- und Einfuhr aus einem Drittland behandelt. Jede Sendung benötigt eine Einfuhrzollerklärung sowie das detaillierte Inventario.
Abgabenfreie Einfuhr von Hausrat: Um deinen Hausrat steuerfrei einzuführen, musst du die Verlegung deines Hauptwohnsitzes nachweisen und belegen, dass sich die Güter seit mindestens sechs Monaten in deinem Besitz befinden.
Wer die kulturellen Eigenheiten schätzt und die zolltechnischen Spielregeln kennt, lebt auf den Inseln entspannt. Bei allen Fragen rund um die Einfuhrabwicklung deines Übersiedlungsguts unterstützt dich Phoenix Trans Internacional direkt vor Ort.



